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 06. Juli 2018

Der klassische Wintergarten

Der klassische Wintergarten, den es vor 100 Jahren gab, hat sich grundlegend verändert.

Wegen den neuen Materialien und den jetzigen Baustandard ergeben sich ganz andere Möglichkeiten.
Der ursprüngliche Gedanke war, dass an der Südseite ein Glasbau an das Haus angebaut wird. Die Außenwand, meistens eine Steinwand wurde durch den Anbau kontrolliert aufgewärmt. Am Abend öffnete man im Haus zum Wintergarten die Türen und die aufgewärmte Luft und die warme Außenwand erwärmte den Wohnraum mit Konvektionswärme und auch mit Strahlungswärme der schweren Außenwand.

Vor 40 – 50 Jahren wurden Verbundgläser, Doppelscheibenverglasungen entwickelt und eingebaut. Es wurden auch Systeme entwickelt, dass man Überkopfverglasungen mit Dichtungssysteme verwenden konnte. Mit diesen Möglichkeiten bekam der Wintergarten eine neue Entwicklung. Man hat die Möglichkeit noch mehr Glasflächen zu bauen und die Wärme der Sonne konnte viel besser im Raum gehalten werden. Man sollte sich Speichermöglichkeiten und Be-und Entlüftungen überlegen und mit einbauen. Dazu kommt, dass das bestehende Haus sowieso schon warm ist und die Wärme des Wintergartens nicht mehr benötigt.

Vor ungefähr 10 Jahren wurde die Dreifachverglasung zum Standard. Mit diesem Baustein bekommt der Wintergarten eine neue Qualität und Standard. Die Wärme der Sonne kann viel besser gespeichert werden. Doch der ganz große Unterschied liegt in der Wärme der inneren Glasoberfläche, die wesentlich zum Raumklima, Strahlungswärme beiträgt.

Strahlungswärme: Glatte Baukörper, wie Glas haben eine hohe Strahlungswärme. Im Sommer werden die Oberflächen nicht zu heiß, im Winter nicht zu kalt. In der Regel ist es so, dass die innere Glasoberfläche bei der Dreifachverglasung nie unter 18° c sinkt. Dies ist für unser Wohlempfinden die Grenze, dass die Strahlung nicht unangenehm wirkt. Glas in Kombination mit Raffstores kann man vieles an Wärme und Raumqualität im Raum so steuern, dass ein Wintergarten den ganzen Tag und zu jeder Jahreszeit nützen kann. Der klassische Begriff, Wintergarten ist in diesem Sinn nicht mehr richtig und überholt. Es ist eine Wohnraumerweiterung.

In den letzten Wochen hatte ich die Aufgabe einen bestehenden Wintergarten zu sanieren. Optisch war dieser Wintergarten ein Meisterstück. Technisch gesehen hatten wir einige Themen zu bearbeiten.
Die Anschlussdetails am Boden waren nicht in Ordnung. Diese mussten umgearbeitet werden.
Der Wintergarten sollte außen eine Aluverkleidung bekommen.
Türelemente, wie Falttüren in Kombination mit einem statischen Thema funktionierten nie richtig.
Die Glasflächen waren für eine Doppelverglasung viel zu groß. Der Wintergarten wird so in der Art immer überhitzt sein. Durch eine Dreifachverglasung haben wir im Wintergarten einiges an Komfort dazugewonnen.

Ich wünsche den Bauherrn in Seeboden mit den sanierten Wintergarten viel Freude. 

 

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